Tödliches „Rattenvirus“ breitet sich auf Kreuzfahrtschiff aus – mehrere Todesfälle und Passagiere an Bord eingeschlossen

Das Kreuzfahrtschiff MV Hondius liegt vor der Küste der Kapverden vor Anker. Berichten zufolge sind bisher drei Passagiere ums Leben gekommen – in zwei Fällen wurde das seltene Hantavirus als Todesursache bestätigt.
Das niederländische Kreuzfahrtschiff MV Hondius, betrieben von Oceanwide Expeditions, legte am 20. März in Ushuaia im Süden Argentiniens zu einer mehrwöchigen Reise mit geplanten Zwischenstopps auf Inseln im Atlantik ab.
Die Reise nahm jedoch eine dramatische Wendung, als ein Passagier in seinen 70ern erkrankte und später an den Folgen von Symptomen wie Fieber, Kopfschmerzen und Durchfall verstarb.
Der erste bestätigte Todesfall ereignete sich am 11. April, als ein Niederländer starb. Seine Frau erkrankte ebenfalls und wurde ins Krankenhaus eingeliefert, doch ihr Leben konnte nicht gerettet werden. Bluttests bestätigten später, dass sie mit dem Hantavirus infiziert war.
Was ist das Hantavirus?
Laut CDC wird die Krankheit durch „Kontakt mit Nagetieren wie Ratten und Mäusen, insbesondere durch Kontakt mit deren Urin, Kot und Speichel“, auf den Menschen übertragen.
Am Samstag kam ein dritter Passagier ums Leben. Die Leiche befindet sich laut einer AFP-Quelle noch immer an Bord.
Unterdessen wurde ein zweiter bestätigter Fall von Hantavirus bei einem Briten gemeldet, der am 27. April nach Südafrika evakuiert wurde. Er wird derzeit isoliert auf einer Intensivstation behandelt und befindet sich Berichten zufolge in kritischem Zustand.
Niemand an Bord darf das Schiff verlassen.
Neben den bestätigten Fällen gibt es weitere Verdachtsfälle. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) untersucht nun, ob sich das Virus möglicherweise von Mensch zu Mensch verbreitet hat.
Die WHO bestätigte in einer Erklärung: „Bis zum 4. Mai 2026 wurden sieben Fälle identifiziert (zwei laborbestätigte Fälle von Hantavirus und fünf Verdachtsfälle), darunter drei Todesfälle, ein schwer erkrankter Patient und drei Personen, die über leichte Symptome berichteten.“
Das Kreuzfahrtschiff mit 149 Personen an Bord liegt derzeit vor Praia, der Hauptstadt von Kap Verde, vor Anker, nachdem ihm die Einfahrt in den Hafen verweigert wurde.




