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Mosaik einer Villa mit dem Motiv von Theoderich dem Großen in der Nähe von Verona in Italien entdeckt.H

Das Mosaik wurde bei Ausgrabungsarbeiten zum Austausch von Gasleitungen in Montorio bei Verona entdeckt.

Es gibt zwar keine direkten Beweise, doch angesichts des Umfangs und der Fülle der Funde liegt die Annahme nahe, dass es sich um eine Villa handelte, die Kaiser Theoderich oder dem ranghöchsten Ministerpräsidenten seiner Kollaborateure gehörte. Sollte es nicht Theoderichs Villa gewesen sein, muss sie einer äußerst wohlhabenden Person aus seinem engsten Umfeld gehört haben.

„In Montorio sind in den letzten Jahrzehnten verstreut Mosaikfragmente, Thermalanlagen und Wohnkomplexe entstanden, und es ist nun an der Zeit, diese zu systematisieren“, sagte Vincenzo Tinè, Leiter der Denkmalpflege von Verona.

Theoderich war im eigentlichen Sinne kein römischer Kaiser. Er bekleidete jedoch drei verschiedene Königsämter: ab 475 n. Chr. als König der Ostgoten, ab 493 als König von Italien und ab 511 als König der Westgoten. Obwohl Theoderich selbst nur den Titel „König“ (rex) verwendete, bezeichnen ihn einige Gelehrte als de facto weströmischen Kaiser, da er große Teile des ehemaligen Weströmischen Reiches regierte, 497 die ehemaligen weströmischen Reichsinsignien von Konstantinopel erhalten hatte und von einigen seiner Untertanen mit dem Titel Augustus angesprochen wurde.

Theoderich herrschte über den größten Teil des ehemaligen Weströmischen Reiches. Er verbrachte seine Kindheit als adliger Geisel am Kaiserhof in Konstantinopel und wurde dort in der oströmischen Tradition erzogen.

Als Herrscher der vereinigten gotischen Reiche kontrollierte Theoderich ein Imperium, das sich vom Atlantischen Ozean bis zur Adria erstreckte.

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Theoderich förderte den Wiederaufbau römischer Städte und die Erhaltung antiker Denkmäler in Italien. Er initiierte ein umfassendes Programm zur Rekonstruktion römischer Städte und Infrastruktur, bei dem antike Aquädukte, Thermen, Kirchen, die Aurelianische Mauer Roms und die Stadtmauern unzähliger anderer italienischer Städte restauriert wurden. Nebenbei ließ er sich auch einige neue Paläste errichten, den bekanntesten in seiner Hauptstadt Ravenna, aber auch in anderen norditalienischen Städten wie Verona.

Das Mosaik bleibt an seinem Platz. Es wird gereinigt und detailliert dokumentiert, bevor es wieder vergraben wird. Einige Anwohner haben vorgeschlagen, es mit Plexiglas abzudecken, damit das Mosaik sichtbar bleibt – etwas, das im historischen Zentrum von Verona bereits praktiziert wurde. Dieses Mosaik befindet sich jedoch in einer äußerst ungünstigen Lage, eingeklemmt unter einem Netz alter Rohre und umgeben von Häusern, und eignet sich daher leider nicht für eine Ausstellung.

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