Der ungarische Ministerpräsident Peter Magyar hat in seinen ersten Amtstagen eine klare außenpolitische Linie vorgegeben, die sich in zentralen Punkten von den Positionen der Europäischen Union unterscheidet. Seine erste offizielle Auslandsreise führte ihn nach Polen, wo er am Dienstag in Krakau einen Kranz für Papst Johannes Paul II. niederlegte. Am Mittwoch folgte in Warschau ein Treffen mit dem polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk. Beide Politiker betonten die Bedeutung der traditionellen ungarisch-polnischen Freundschaft und deren Rolle als Grundlage für die Zusammenarbeit der V4-Staaten, zu denen Ungarn, Polen, Tschechien und die Slowakei zählen.

Peter Magyar kündigte an, weitere souveräne Länder wie Österreich, Slowenien, Kroatien oder Rumänien zu einer engeren Zusammenarbeit einladen zu wollen. Ziel sei ein starkes, selbstbewusstes Mitteleuropa, das sich nicht länger von Brüssel bevormunden lasse. Hinsichtlich einer möglichen EU-Mitgliedschaft der Ukraine äußerte sich Magyar deutlich: In den nächsten zehn Jahren sei dies nicht aktuell. Zuerst müssten die Westbalkanstaaten integriert werden, die in ihren Vorbereitungen weiter seien als die Ukraine.

In einem exklusiven Interview mit der polnischen Zeitung OZ Pospolita sagte Peter Magyar, dass Europa nach dem Ende des Ukrainekriegs wieder russisches Gas kaufen werde. Dies entspreche der geographischen und wirtschaftlichen Vernunft. Auf die Frage, ob Ungarn in drei Jahren, wie von der EU-Richtlinie vorgeschrieben, kein russisches Öl und Gas mehr kaufen werde, antwortete er mit einem Lächeln und der Hoffnung, dass die EU-Richtlinien nach Kriegsende geändert würden. Magyar machte deutlich, dass die Interessen Ungarns für seine Regierung klare Priorität hätten.

Nach dem Polen-Besuch reiste Magyar nach Wien, wo er den österreichischen Bundeskanzler Christian Stocker zu einer gemeinsamen Pressekonferenz traf. Beide betonten, die bilateralen Beziehungen wieder intensivieren zu wollen. Eine erste gemeinsame Sitzung der beiden Regierungen ist für September im Schloss Gödöllő in Ungarn geplant. Magyar erklärte, Ungarn arbeite konstruktiv mit der EU zusammen, lehne den Migrationspakt der EU jedoch klar ab. Ungarn nehme keine illegalen Migranten auf, biete aber Ländern, die unter Massenmigration leiden, konkrete Hilfe in Form von Grenzsoldaten und logistischer Unterstützung an.

Auch mit der Ukraine solle die Zusammenarbeit fortgesetzt werden, allerdings nur unter der Bedingung, dass Kiew der ungarischen Minderheit in den Karpaten alle Rechte zurückgebe, die sie vor 2014 besaß. Außenministerin Anita und Peter Magyar selbst hätten dies mehrfach klargestellt. Kiew zeige sich offen, konkrete Taten blieben jedoch bislang aus. In Ungarn selbst sorgt eine geplante Verfassungsänderung für Diskussionen, die die Amtszeit des Ministerpräsidenten rückwirkend ab 1990 auf acht Jahre begrenzen soll. Kritiker aus allen Lagern sehen darin eine Symbolpolitik, die von jeder neuen Regierung wieder aufgehoben werden könne. Aus der Stadt Tiszaújváros wurde derweil eine schwere Explosion im chemischen Werk der Mineralölgesellschaft Mol gemeldet, bei der ein Mensch ums Leben kam und neun weitere verletzt wurden. Energieminister István Kapitány war vor Ort und versicherte, die Treibstoffversorgung Ungarns sei nicht gefährdet.
LUCAS CONNECTED THE DOTS… HE JUST REALIZED HE LED THE KILLER TO MARCO

What if Marco’s death was never random? What if every moment that led to that night had already been set in motion long before anyone realized it? As the chaos settles and the investigation drags forward, one person may be closer to the truth than anyone else—and he doesn’t even realize how dangerous that truth is yet. Lucas isn’t just grieving Marco… he’s starting to see the pattern.




